Bundeskongress 2019

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Bundeskongress der österreichischen Rauchfangkehrer 2019

Branchentreff mit über 300 Rauchfangkehrern

Über 300 Rauchfangkehrer, und damit die Hälfte aller Rauchfangkehrer Österreichs, waren beim diesjährigen Bundeskongress der österreichischen Rauchfangkehrer in Pörtschach vertreten. Es standen Trends & technische Entwicklungen im Mittelpunkt. Ein wichtiges Thema waren dabei die Veränderungen durch die Digitalisierung.

Vor kurzem stand der Wörthersee noch ganz im Zeichen der sommerlichen Hochsaison. Statt Touristen traf man in Pörtschach aber vor allem auf Unternehmer: Über 300 Rauchfangkehrer aus ganz Österreich sind gekommen, um an dem Bundeskongress der Rauchfangkehrer teilzunehmen.
Dabei stand die Zukunft dieser traditionellen Branche im Mittelpunkt: Während in einer eigenen Ausstellungshalle Partner aus Industrie und Gewerbe die neuesten Anlagen, Messgeräte und Softwareprogramme präsentierten, gab es rund um die Uhr Vorträge zu aktuellen Themen. Bundesinnungsmeister KR Peter Engelbrechtsmüller erklärte: „Die Digitalisierung hat bei unserer Arbeit längst Einzug gehalten – dazu gehört beispielsweise der digitale Austausch mit Behörden und Energieinstituten. Prüfbefunde und Messprotokolle werden in speziellen Datenbanken und Programmen erfasst. Ohne Tablet und PC geht gar nichts mehr.“ In Zukunft werde sich dieser Trend noch weiter verstärken. „Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden Jahren noch viel stärker in diese Richtung gehen wird, deshalb setzen wir auch stark auf Weiterbildung. Der Beruf des Rauchfangkehrers wird sich rasant ändern, wir müssen mit den Veränderungen Schritt halten“, so Engelbrechtsmüller.

Insgesamt werde die Arbeit für Rauchfangkehrer immer umfangreicher und herausfordernder. „Alles dreht sich um die Frage des präventiven Brandschutzes. Dazu gehören viele verschiedene Aspekte. Entscheidend ist, das Objekt in seiner Gesamtheit zu betrachten, um Risiken zu vermindern“, brachte es Landesinnungsmeister KR Michael Verderber auf den Punkt. Das steigende Interesse der Jugend am Beruf des Rauchfangkehrers freut ihn besonders: „In den vergangenen Jahren sind die Lehrlingszahlen wieder gestiegen. Den jungen Menschen gefällt die Kombination von moderner Technik und Kundenkontakt bei unserer Arbeit. Man hat einerseits mit High-Tech-Anlagen und digitalen Prozessen zu tun, andererseits gehören auch Beratungsgespräche mit Kunden zu unserer Arbeit.“ Von den 45 Rauchfangkehrerbetrieben in Kärnten bilden aktuell etwa die Hälfte Lehrlinge aus. Diese werden durch ein spezielles System unterstützt, das es in Kärnten seit vier Jahren gibt: Alle Rauchfangkehrerbetriebe zahlen in einen gemeinsamen Topf ein – und all jene, die Lehrlinge ausbilden, bekommen aus diesem Topf einen Zuschuss. „Wir wollen all jene unterstützen, die sich um den Nachwuchs unserer Branche kümmern“, sagt der Landesinnungsmeister.

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung wurden die Sieger des Bundeslehrlingswettbewerbes 2019 vor den Vorhang geholt und geehrt. Den Sieg holte sich Niclas Flatz aus Vorarlberg, Matthias Sohner aus Niederösterreich holte sich den 2. Platz. und Dritter wurde Sebastian Hackl, ebenfalls aus Niederösterreich.

Die gute Zusammenarbeit mit den Kärntner Rauchfangkehrern betonte Dietmar Schreier, Leiter der Brandverhütung und Feuerpolizei: „Die Arbeit der heimischen Rauchfangkehrer ist enorm wichtig für den Brandschutz. Durch ihren Überblick über die Vielfalt der Bauprodukte und technische Innovationen sorgen sie für Sicherheit im ganzen Land. Wir sind sehr froh, dass wir eine so gute Kooperation mit den Rauchfangkehrern haben.“

Im Rahmen des Bundeskongresses dankte Bundesinnungsmeister KR Peter Engelbrechtsmüller auch dem Landesinnungsmeister des Gastgeber-Bundeslandes Kärnten und Bundesinnungsmeister-Stellvertreter KR Michael Verderber für seinen langjährigen Einsatz und überreichte ihm als Zeichen der Wertschätzung eine aus Stein gehauene Statue des Hl. Florian, der der Schutzpatron der Rauchfangkehrer ist.
Beim Festakt, der den krönenden Abschluss des Bundeskongresses bildete, konnten zahlreiche Ehrengäste, darunter die Bundesspartenobfrau KR Ing. Renate Scheichelbauer-Schuster und die Landtagsabgeordnete Ruth Feistritzer sowie die Bürgermeisterin von Pörtschach LAbg. Silvia Häusl-Benz begrüßt werden. Im Zuge ihrer Ansprache dankte die Bundesspartenobfrau den Rauchfangkehrern für ihr Engagement um Handwerk und Lehrlingsausbildung.

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